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An dieser Stelle versuchen wir euch einen kleinen Einblick in unsere Erlebnisse zu geben...
04.07. - 22.07.2008 ("The End")
Jasmin und Thorsten am 20.10.2008 um 11:52 (UTC) | | | Hey Amigos!
Nun sind wir schon fast drei Monate wieder zu Hause. Jasmin arbeitet bereits seit über zwei Monaten in Leer beim Kieferorthopäden und Thorsten hat nach intensiver Suche auch was Feines in Bremen gefunden, so dass wir zwei beiden demnächst umziehen werden und Jasmin erneut den Arbeitgeber wechselt ;-)
Für diejenigen, die sich überhaupt noch mal auf diese Seite verirrt hat, wollen wir - einfach der Vollständigkeit halber und um das hier zu einem würdigen Abschluss zu bringen - kurz das Wichtigste aus Thailand zusammenfassen. Aber wirklich nur kurz – nicht weil wir in der Zwischenzeit das meiste schon wieder vergessen haben (haben ja ein Tagebuch ;-) – sondern weil wir vieles ja schon im Gästebuch mitgeteilt hatten oder euch einfach persönlich beim Wiedersehen verklickert haben...
Also von Sydney gings geradewegs raus aus dem geliebten Australien in etwa neun Stunden nach Thailand, oder besser gesagt nach Bangkok. Nicht zuletzt weil wir durch glückliche Umstände in den Genuss der „Business Class“ gekommen waren, hielten sich die Reisstrapazen in Grenzen ;-) Bangkok präsentierte sich uns als riesige, unglaublich lebendige, laute, heiß-schwüle, stickige, günstige und kulinarische (vor allem die frischen Früchte/ Shakes Weltklasse!) Stadt. Also durchaus interessant, aber bereits nach zwei Tagen genug für uns. Uns zog es per Bus und Fähre auf die Inseln im Süd- Osten, namentlich erst mal nach Koh Tao. Dort hatten wir uns mit dem deutschen Tauchlehrer Alex „verabredet“. Dieser wollte uns zugleich davon überzeugen, dass es das Beste für uns wäre, nicht nur einen Probetauchgang zu machen, sondern einen dreitägigen Kurs zum „Open Water Diver“. Da wir nicht unhöflich sein wollten willigten wir ein ;-) Was sich als absolut richtige Entscheidung herausstellte... Das Tauchen in dieser einzigartigen Unterwasserwelt ist einfach nur genial und jedem zu empfehlen (zudem vergleichsweise günstig!) ! Da für einen Fortgeschrittenentauchkurs dann aber doch das nötige Kleingeld fehlte (nach neun Monatem Reisen glaub ich auch kein Wunder!?) zog es uns im Anschluss auf die benachbarte Insel Koh Panghan. Dort suchten wir uns in einer einsamen Bucht ein kleines Resort, in dem wir eine kleine Hütte samt Hängematte direkt am Strand (für sechs Euro die Nacht!) bezogen. Hier genossen wir die letzten Tage unserer langen Reise. Schließlich wollten wir ja auch frisch erholt zurückkehren! Bis auf relaxen, ein wenig schnorcheln und wieder relaxen konnte man an diesem Ort aber auch wirklich nicht viel unternehmen ;-). Schließlich ging es wieder per Fähre/ Bus zurück nach Bangkok, wo wir für die letzten beiden Tage „Extremshopping“ eingeplant hatten (ja – dafür war noch Geld da!;-). Ist aber auch alles verführerisch günstig! Dementsprechend gut bepackt traten wir die Heimreise an, die absolut reibungslos verlief. Sogar etwas früher als geplant fuhren wir am 23.07.08 im Emder Bahnhof ein und wurden von unseren Familien mit Deutschlandfahnen und einer Willkommensgirlande herzlich empfangen. Unsere Reise war zu Ende!!!
Ein bisschen sentimental wollen wir zum Schluss aber auch noch werden: Diese neun Monate waren einfach eine fantastische Zeit! Wir haben unglaublich viel gesehen, erlebt und tolle Menschen kennengelernt. Und auch wenn nicht immer alles nach Plan verlief, möchten wir diese Zeit gegen nichts auf der Welt eintauschen. Denn niemand kann uns all das was wir erlebt haben mehr nehmen und wir werden noch oft daran zurückdenken und davon zehren. Kurzum eine prägende Zeit!
Nachdem wir schon im letzten Bericht allen fleißigen Lesern und Schreibern gedankt hatten, möchten wir uns diesmal an alle wunderbaren Australier wenden, die so gastfreundlich zu uns waren und unsere Reise zu einem noch unvergesslicherem Abenteuer gemacht haben!
To all Garys, Keiths, Wendies and Merediths! Thank you for all! We love you and your country!!!
So, bevor wir in Tränen ausbrechen… ENDE (Bis zur nächsten Reise! ;-)
Jassimini & Tortelline alias “Backpacker-Tony”
P.s.: Für alle Foto- Interessierten. Der Account mit den Bildern bleibt noch etwa bis Mitte November aktiv, danach sind nur noch die 200 aktuellsten zu sehen. Bei Interesse deshalb einfach bei uns melden...
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05.06. - 03.07.08
Jasmin & Thorsten am 03.07.2008 um 10:40 (UTC) | | | Hey Kameraden!
Kaum zu glauben, aber das wird jetzt gerade die letzte Aktualisierung in Australien!!! Wie die Zeit vergeht... Natuerlich werden wir nochmal von unserem Thailand- Aufenthalt berichten, aber dann wohl schon wieder vom heimischen PC aus. Nach Thailand gehts fuer alle dies noch nicht wissen uebrigens schon morgen, weil wir unseren Flug vorverlegt haben. Die zwei Wochen, die wir fuer den Autoverkauf eingeplant hatten, sind ja inzwischen hinfaellig und sonst wussten wir nix mit dieser ganzen Zeit anzufangen. Waren ja bereits drei Wochen in Sydney und das Wetter ist im Moment auch nicht gerade einladend, sich an den strand zu legen (Winter!). Denken das war eine weise Entscheidung...
Bevors dann aber losgeht, nochmal in aller Kuerze (war n anstrengender tag mit viel Rumgelatsche und Thorsten ist auch noch nicht wieder 100% fit - Magen-Darm-Probleme)alle Highlights von der Ostkueste. Haben dafuer nen vereinfachten Stil gewaehlt. Hoffen das ist ok (auf den Busfahrten ist ausser schlafen, lesen, aus dem Fenster und DVDs gucken eh nix Spannendes passiert;-). Also:
Cape Tribulation:
Das war ja unser bevorstehender Trip mit Kim und Thilo. Hat auch alles wunderbar geklappt. Hatten ne Menge Spass, nen coolen Flitzer und haben das gesehen, was wir sehen wollten. Naemlich hauptsaechlich das Aufeinandertreffen von Regenwald und Strand: Beeindruckend, aber zwei Tage waren auch ausreichend.
Cairns:
Zurueck in Cairns standen Relaxen und Shoppen auf dem Programm, und noch ein wenig feiern(diesmal aber etwas harmloser ;-).
Mission Beach:
Der Ort hatte zwar nen sehr schoenen Strand, das war aber auch sein einziger Trumpf. Da das Wetter aber nicht so berauschend war, zog der auch nicht wirklich... Dafuer war das Hostel ganz schoen und man hatte Zeit zum Relaxen und Lesen (wir zwei lesen hier, speziell an der Ostkueste, soviel wie noch nie zuvor in unserem Leben!). Zudem lernten wir nen netten Oesterreicher kennen, den Max.
Airlie Beach:
Das Tor zu den Whitsundays (Inselkette vor der Kueste), wohin wir einen 3Tage/ 2 Naechte- Segeltoern gebucht hatten. Unser Schiff war ein umgebautes ehemaliges Rennboot (die "Southern Cross")... Kein grosser Luxus, dafuer aber viel Adventure und bekocht wurden wir auch koestlich. Zudem wars echt herrlich, um die Inseln zu schippern, zu schnorcheln (auch wenns selbst mit Ganzkoerperanzug recht frisch im Wasser war; dafuer entschaedigte das beruehmte "Great Barrier Reef", was wir von den Korallen her noch schoener fanden als das Ningaloo Reef, welches jedoch, zumindest an unseren Schnorchelspots nicht eine solche Artenvielfalt zu bieten hatte; wir hatten auch noch vor zu tauchen, aber leider verpassten wir zweimal das Tauchboot; im Nachhinein sagen wir aber zum Glueck - denn wie uns dann berichtet wurde, koennen wir das genauso gut, nur sehr viel guenstiger in Thailand nachholen) und dann abends in einer ruhigen Bucht anzulegen, den Sonnenuntergang zu geniessen und gleichzeitig ein paar Riesenschildkroeten oder bunte Fische zu beobachten. Einen Vormittag verbrachten wir auch am "Whitehaven Beach" - ein echter Traumstrand! Glueck hatten wir auch mit der Gruppe, die echt nett war. Dort trafen wir auch unseren Oesterreicher Max wieder;-)Wettermaessig wars ok, wir waren nur froh dass es nicht regnete. Den ersten Tag wars vormittags recht stuermisch, so dass wir beim Segeln ziemliche Schieflage hatten und einige Male nass wurden;-) Gut, dass wir vorher Tabletten gegen Seekrankheit gekauft hatten! Dafuer waren wir nachmittags das erste Segelboot in diesem Jahr (und es gibt ne Menge Anbieter!), dass das Glueck hatte Wale zu sichten, die in den Norden ziehen. Genauer gesagt "Humpback- Wale" (Buckelwale). Einer liess sich sogar dazu hinreissen aus dem Wasser zu schiessen und eine Pirouette zu drehen - was fuer Tiere!!!
Alles in allem also ein echt gelungener Trip!
Man muss aber auch erwaehnen, dass Airlie Beach selbst ein schoener Ort ist mit nem tollen, wenn auch kleinen Strand.
Rainbow Beach:
Ueber den Ort gibts nicht wirklich was zu berichten, aber von hier startete unsere andere gebuchte Tour: 3 Tage/ 2 Naechte Four-Wheel-Drive- Safari nach "Fraser Island", der groessten Sandinsel der Welt! Das sah dann so aus, dass wir jeweils in Gruppen von 11 Leuten eingeteilt wurden (insgesamt 5 Gruppen), jede Gruppe einen grossen Gelaendewagen mit Verpflegung (nur den Alkohol mussten wir noch besorgen;-) und Campingausruestung zur Verfuegung gestellt bekam, dazu einige Tipps, was man sehen sollte und Fahrtipps (keiner von uns war zuvor wirklich 4WD gefahren und die Strassen in Fraser sind der Strand und Sandduenen...). Nach dem Packen gings auch schon auf die Faehre und auf der Insel waren wir dann auf uns allein gestellt. Unsere Gruppe war aber ok (wir hatten nach einigen Horrorgeschichten schon die schlimmsten Befuerchtungen)und so hat alles gut geklappt. Die groessten Attraktionen auf Fraser sind die Frischwasserseen (allen voran der "Lake McKenzie), die auch wirlich ganz cool waren! Abends haben wir dann zusammen mit den anderen Gruppen zusammen am Strand gecampt und gefeiert...
Noosa Heads:
Ein wirklich richtig schoener Ort! Dazu kam, dass unser Hostel richtig klasse war. Hier waern wir gern noch eins, zwei Tage laenger geblieben. Haben ne tolle Kuestenwanderung durch den nahe gelegenen Nationalpark gemacht und unterwegs ne ganze Horde Delphine beobachten koennen - coole Sache!
Brisbane:
Eine wirklich schoene Stadt, wenn auch nicht wirklich viel anders als alle anderen;-) Waren etwas shoppen, den "Brisbane River" entlangspazieren (sogar mit eigenem "City Beach") und haben uns abends mit, ja man glaubt es kaum, einer Bekannten aus Emden (Anna)und ihrer Freundin (Janina) getroffen. Anna studiert auch ein Semester unter Thorsten und Kim hatte uns gesagt, dass sie auch bald in Australien sei. Lustig oder?!
Surfers:
Wir hatten nicht viel erwartet und so wurden wir auch nicht enttaeuscht. Tourismus pur und ein Hochhaus neben dem naechsten, bis an den Strand! Wollten uns nur mal nen eigenen Eindruck machen (man will ja mitreden koennen;-). Ein richtig cooles Erlebnis hatten wir trotzdem: Sind zufaellig, eigentlich auf der Suche nach einem Laden, in dem man Bilder ausdrucken kann, auf einige ausgestellte Bilder in einer kleinen Passage gestossen, die wir so interessant fanden, das wir kurz rein sind. In dem Studio trafen wir dann den Kuenstler selber, der gerade am Malen war. Wir kamen ein bisschen ueber seine Bilder ins Gespraech und es stellte sich heraus, dass die Geschichte, die er mit seinen Bildern erzaehlt, bereits als Buch erhaeltlich ist und schon bald als Dreiteiler fuer die Kinos dieser Welt verfilmt wird. Also schon ne kleine Beruehmtheit, auch wenn er sagte, dass ihm das gar nicht so gefaellt. Wen die Geschichte interessiert mal unter www.theiconcollection.com nachschauen. Lohnt sich!
Byron Bay:
Aehnlich wie Noosa ein sehr schoener Ort und tolles Hostel. Haben eine Wanderung zum oestlichsten Punkt Australiens gemacht und sind seit dem wir weg sind zum ersten Mal wieder Fahrrad gefahren (konnte man umsonst beim Hostel ausleihen). Hat Spass gemacht und es stimmt: Man verlernt es nicht!;-)
Sydney:
Ja, Sydney, ich glaub darueber haben wir schon genug berichtet, so viel hat sich hier (bis auf das Wetter) nicht veraendert. Mussten halt nur noch n bissl Krams erledigen...
Vielleicht noch ein kurzer Vergleich Ost-/ Westkueste:
Also wir sind uns einig, dass die Westkueste klar vorne liegt. Vor allem wegen ihrer Abgeschiedenheit! Die Ostkueste ist halt einfach DAS Reiseziel fuer die zumeist jungen Backpacker, weil dort partymaessig einfach mehr los ist. Zudem ist sie aufgrund ihrer Infrastruktur mit Hostels und Busverbindungen auch prima geeignet fuer Leute ohne Auto, wie uns in diesem Fall;-) Vielleicht lags auch ein wenig daran. Denn auch wenn diese Art zu reisen fuer ein paar Wochen ok war, haben wir die Flexibilitaet und Unabhaengigkeit mit einem eigenen Auto schon vermisst. Man hats halt selbst in der Hand den Touristenstroemen ein wenig zu entkommen... Vielleicht spielt bei der Einschaetzung aber auch eine Rolle, dass wir langsam aber sicher "reisemuede" werden. Aber wie auch immer, so haben wir es empfunden und die Mehrzahl der Leute, die wir getroffen haben teilt diese Meinung.
Und somit geht nun auch dieser letzte "Australien- Bericht" zu Ende! Irgendwie schon traurig, aber ihr koennt auch sicher sein, dass die Vorfreude auf zu Hause bei uns von Tag zu Tag waechst! Und auch wenn noch ein Bericht kommt moechten wir uns schonmal bei allen bedanken, die unsere Reise am PC mitverfolgt und immer fleissig ins Gaestebuch geschrieben haben. Wir hoffen, wir haben euch nicht enttaeuscht;-)
Dicken Knutscha an alle, bald habt ihr uns wieder!;-)
Jassimini und Totellini
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19.05. - 04.06.08
Jasmin und Thorsten am 07.06.2008 um 03:08 (UTC) | | | Na! (uns gehn langsam die Begruessungen aus;-)
Wie versprochen musstet ihr diesmal nicht so lange auf Neuigkeiten warten (wie ihr noch lesen werdet nicht nur positive). Am Samstag sind wir planmaessig in Cairns an der Ostkueste angekommen - dazu spaeter mehr...
Erstmal setzen wir dort an wo wir letztes Mal geendet hatten - in Darwin.
Unseren will startklar gemacht und auch sonst alles erledigt konnte unser "Outback-Abenteuer" (das es wirklich ein Abenteuer wird konnten wir dort noch nicht ahnen...)beginnen! Vorher stand aber noch der zweitaegige Abstecher zum Kakadu Nationalpark auf dem Programm (300km Umweg sind in Australien wirklich ein Abstecher!). Um ein paar Cent beim Benzin zu sparen, wollten wir eigentlich kurz vor der Abzweigung dahin nochmal volltanken, jedoch hatten wir uns geringfuegig verkakuliert und blieben mitten im Berufsverkehr an einer Kreuzung (mittlere Spur) liegen. Dem Himmel sei Dank erbarmte sich Will nach mehrmaligen Startversuchen ein letztes Mal und brachte uns bis zur Tankstelle, die nur wenige Meter entfernt war.Nun konnte es wirklich losgehen. Kurze Zeit spaeter unterbrachen wir unsere Fahrt ein weiteres Mal - diesmal jedoch planmaessig. Wir nahmen naemlich an einer 1,5 stuendigen "Crocodile-Jumping"- Bootstour teil. Dem Namen entsprechend bekamen wir (bis zu 5m lange!) Salzwasserkrokodile zu sehen, die fuer einen kleinen "Snack" komplett aus dem Wasser sprangen. Echt der Hammer! Genau wegen diesen Weggefaehrten gilt Darwin und
Umgebung als fuenftgefaehrlichster
Touristenspot der Welt!
Noch vor Sonnenuntergang erreichten wir dann Ubirr im Kakadu NP, so dass wir diesen von einem Felsen aus mit herrlichem 360Grad- Blick auf die wunderschoene Landschaft geniessen konnten... Die Nacht verbrachten wir auf einem nahe gelegenen Campingplatz (umgeben von Buschfeuern!), auf dem sich merkwuerdiges abspielte: Thorsten hatte sich ein Schlafshirt aus seiner Tasche gesucht und ueber die Autotuer gelegt. Als er es kurze Zeit spaeter anziehen wollte war es jedoch spurlos verschwunden!? Eine halbe Stunde durchsuchten wir jeden Winkel des Autos und Umgebung - ohne Erfolg! Unsere einzige Erklaerung dafuer war, dass einer der dort ueberall herumstreunenden Dingos (Wildhunde) sich das Shirt geschnappt hatte und damit abgehauen war!? Ansonsten spuckt es dort;-)Durch die Suchaktion hatte sich in unserem Auto eine ganze Armee Mosquitos angesammelt, so dass wir auf die glorreiche Idee kamen unterm Sternenzelt zu naechtigen. Eigentlich echt cool, weil der Sternenhimmel in den abgelegenen Gegenden Australiens echt der Hammer ist! Doch wir hatten unsere Rechnung ohne die Mosquitos
gemacht. Trotz reichlich Insektenschutzmittel und Mosquitonetz ueberm Kopf schwirrten uns so viele dieser Dinger um die Ohren, dass wir allein vom Geraeuschpegel kein Auge zumachten (ganz abgesehen von den zahllosen Stichen - die finden naemlich immer einen Weg dich anzuzapfen!). Eine absolute Horrornacht! Aber auch die war irgendwann vorrueber...
Umm ein bisschen wach zu werden ging es freuh morgens auf zu zwei kuerzeren Wanderungen, wobei die zweite durch ein tolles Stueckchen Monsumregenwald an einem Fluss fuehrte (mit erschreckend grossen Spinnen!). Danach fuhren wir zurueck nach Ubirr, weil dort noch eine ganze Reihe gut erhaltener Aboriginie- Zeichnungen an den Felswaenden zu bewundern gab (die Aboriginies ueberliefern ihr gesamtes Wissen nur ueber solche Zeichnungen oder auf muendlichem Wege). Naechste Station war das
Informationszentrum des Parks, in dem wir nicht nur etwas der Mittagssonne entkommen konnten, sondern auch ein interessantes Buch ueber (meist toedliche) Krokodilattacken in der Attacken fanden (schon etwas gruselig!). Der letzte Programmpunkt an diesem Tag war ein weiterer Felsen mit einem ganz netten Lookaout und weiteren Aboriginie- Schmierereien ... aehm wir meinen natuerlich -Zeichnungen;-) Anschliessend beeilten wir uns ein wenig zu unserem Schlafplatz zu kommen, um noch im Hellen umpacken zu koennen (ihr wisst, die Mosquitos!). Nach einer diesmal ruhigen Nacht fuhren wir erholt mit Zwischenstopp in Katherine bis kurz vor Mataranka, wo wir am naechsten Morgen schon ganz frueh ein in einem wunderschoenen Thermalpool (34 Grad Wassertemperatur) mitten im Regenwald badeten. Ein herrlicher Start in den Tag, vor allem weil es draussen noch recht frisch war. Im Allgemeinen sollte man gar nicht meinen wie kalt Naechte im Outback werden koennen, aber besser als so drueckend warm wie in Darwin. Tagsueber wars hingegen genau richtig. Genug zum Wetter... Den Rest des Tages verbrachten wir mit Auto fahren (die Monotonie der Landschaft im Outback ist vergleichbar mit der Nulllabor- Ebene zwischen Adelaide und Perth!). Eigentlich wollten wir bis Sonnenuntergang bei den "Devils Marbles" sein,
weil diese bizarren Felsformationen dann tolle Motive bieten. Leider kamen wir zehm Minuten zu spaet, konnten aber trotzdem noch ein paar schoene Bilder machen. Uebernachten konnte man gleich dahinter auf einem Campingplatz, so dass wir uns das gleiche Schauspiel (wenn auch von der anderen Seite - versteht sich) nocheinmal in Ruhe bei Sonnenuntergang anschauen konnten. Dummerweise war der Kamera- Akku leer. Aber soviel koennen wir verraten : war schoen! Gleich darauf machten wir auf nach Alice Springs, der Stadt mitten im Nirgendwo! Doch buchten wir uns auf einem Campingplatz ein, weil die Strassen von Alice Springs nicht als die sichersten gelten... Mit Sonnenaufgang nahmen wir die noch verbleibenden etwa 500km bis zum Uluru ("Ayers Rock") in Angriff, fuer viele das Wahrzeichen Australiens und gleichzeitig fuer die dort ansaessigen Aboriginies- Gemeinden ein aeusserst heiliger Ort. Achja, auf dem Weg dorthin gab es ca. 200km vorher noch den Mt. Conner zu sehen, den einige schon mit dem Uluru verwechselt haben sollen (auch wenn wir das nicht so recht glauben konnten - wir haben Leute getroffen, denen genau dieses Kunststueck gelungen ist;-). Beim Uluru angekommen verzichteten wir aus Respekt vor dem Glauben der Aboriginies auf eine Besteigung dieses Monolithen. Auch weil wir gelesen hatten, dass viele Touristen, die einen Stein vom Uluru als Andenken mit nach Hause genommen hatten, ihn nach einiger Zeit wieder an die Parkbehoerde zrueckschickten, weil ihnen seitdem eine Menge Unglueck widerfahren war!? Ein bisschen aberglaeubig ist man dann ja doch;-) Zudem ist die Kletterpartie nicht so ganz ungefaehrlich und es gab bereits etliche Zwischenfaelle (Abstuerze, Herzinfarkte...). Stattdessen umrundeten wir ihn am naechsten Tag (immerhin 10km!). Vorher hatten wir (und noch etwa 100
andere Touristen;-) sowohl bei Sonnenunter - als auch Sonnenaufgang massig Bilder vom Uluru geschossen. Ist aber auch schon Wahnsinn wie er innerhalb kuerzester Zeit seine Farbe wechseln kann! Am Nachmittag unternahmen wir noch eine weitere Wanderung (ebenfalls etwa 100km!) bei den Kata Tjutas ("Olgas"), einer Felsformation ca. 40km vom Uluru entfernt. Auch dort bewunderten wir den Sonnenuntergang (diesmal jedoch lediglich mit zwei weiteren Menschen) und waren vor allem von der Faerbung des Himmels beeindruckt - wirklich mystisch! Da bekanntlich aller guten Dinge drei sind, wanderten wir am naechsten Tag noch beim Kings Canyon (auch sehr schoen!) und hatten damit alles im "Red Center" gesehen, was wir uns vorgenommen hatten. Um an die Ostkueste nach Cairns zu kommen mussten wir nun die gesamte Strecke bis hoch nach "Three Ways" (dort ist die Abzweigung) wieder zurueck (so viele gut befahrbare Strassen gibts im Outback nicht zur Auswahl!). Wir fuhren also bis Sonnenuntergang und starteten am naechsten Morgen frueh. In Alice Springs schauten wir noch kurz beim Optiker rein und siehe da: Thorsten hatte jetzt nicht nur eine Brille, sondern auch noch eine ohne komplett zerkratztem Rahmen! Viel Zeit hatten wir jedoch nicht, denn abends wollten wir nochmal bei den Devils Marbles vorbei. Diesmal rechtzeitig zum Sonnenuntergang und mit vollem Kameraakku. Halt machten wir nur nochmal in Ti Tree (besteht mehr oder weniger aus einer Tankstelle mit Pub und etwas drumherum), um einen "umsonst- Kaffee" einzusacken und die Fahrer zu tauschen (Thorsten war nach bereits zurueck gelegten 500km etwas muede) . Ungefaehr eine halbe Stunde passierte dann genau das, was wir uns bis dahin nur in Albtraeumen ausgemalt hatten: WIR CRASHTEN!!! Jasmin war mit 110km/h links von der Strasse abgekommen (ca. 10 Meter war ein kleiner Teil der Fahrbahnkante abgebrochen), versuchte instintiv gegenzulenken, uebersteuerte, verlor die Kontrolle ueber das Auto und wir rammten den Bootanhaenger eines entgegenkommenden Fahrzeuges, ehe wir am rechten Fahrbahnrand (links und rechts war Gott sei Dank massig Platz ohne Baeume oder sonstigem) zum Stehen kamen! Die laengsten Sekunden in unserem Leben! Einfach Horror!!! Doch unsere Gluecksengel schienen gute Arbeit geleistet zu haben. Ohne irgendwelche offensichtlichen Verletzungen konnten wir sofort aussteigen! Jasmin stand etwas unter Schock(verstaendlich!), aber sonst fehlte uns nichts! Sofort kamen auch drei aeltere Maenner herbei (die Insassen des anderen Fahrzeugs) - auch ihnen schien nichts passiert zu sein. Sofort hielten zudem einige andere Fahrzeuge an, deren Insassen uns sofort Hilfe anboten und sich lieb kuemmerten (darunter ein Trucker, der ueber Funk die Polizei in Ti Tree informierte). Nun blieb auch etwas Zeit, den entstandenen Schaden zu ueberblicken: Sowohl unseren Will (moege er in Frieden Ruhen - er hat beste Dienste geleistet und uns auch noch in seinen letzten Atemzuegen vor Schlimmerem bewahrt! Danke!) als auch das Boot konnte man nur noch als "Totalschaden" titulieren. Zudem verlor das andere Auto Benzin und Wasser. Puuhh... Aber das war wirklich erstmal Nebensache. Wir hatten nicht umsonst eine nicht ganz billige Versicherung gegen Drittschaeden abgeschlossen! Wenig spaeter traf auch die Polizei ein und brachte Jasmin nach Ti Tree, um sie von den Krankenschwestern (zur Zeit war kein Arzt in der Gegend) sicherheitshalber durchchecken zu lassen (Jasmin tat etwas der Nacken und ihr Knie weh - stellte sich aber nur als leichtes Schleudertrauma und Prellung heraus). Thorsten blieb so lange beim Auto und raeumte schonmal alle Sachen raus. Die Polizistin wollte mit einem Jeep wiederkommen, um alles erstmal nach Ti Tree zu bringen (auch wenn wir zu dem Zeitpunkt noch keinen Plan hatten, was wir mit dem ganzen kram machen sollten?!). Sie sagte naemlich, dass spaetestens bei Einbruch der Dunkelheit einige Leute (hauptsaechlich Aboriginies) sich bedienen wuerden. Gesagt, getan. Ne Stunde spaeter raeumten Thorsten mit ihr alle Sachen ein. Doch die etwa 30km bis Ti Tree hatten noch einige Ueberraschungen parat: Erst klatschte ein riesiger adler direkt vor die Windschutzscheibe (natuerlich Beifahrerseite), doch die Scheibe hielt ;-) Dann verfehlten sie nur knapp ein ueber die Strasse huepfendes Kaenguru und schliesslich kam ueber Funk die Meldung von einem weissen Jeep, der fuer 300Dollar in Ti Tree Benzin gestohlen hatte. Wie konnte es auch anders sein, dass genau dieses Auto ihnen etwas weiter entgegenkam. Nach kurzer Ueberlegung wendete die Polizistin und folgte ihm. Aber es wurde keine wilde Verfolgungsjagd, weil der Jeep wenig spaeter am Strassenrand hielt und ausstieg. Der Kerl sah nicht wirklich wie Schwiegermamas Liebling aus und Thorsten sollte im Auto sitzen bleiben, was sie eigentlich gar nicht haette sagen muessen - Thorsten hatte bereits die Tuer verriegelt und das Fenster hochgekurbelt;-) Er war heilfroh, dass er ohne grosse Probleme seinen Fuehrerschein rausgab. Die Polizistin gab die Personalien ueber Funk durch und wartete auf Antwort. Doch die fiel nicht gerade aufbauend aus. Der Typ war kein unbeschribenes Blatt und sein Vorstrafenregister reichte von Drogenbesitz und Waffenmissbrauch bis hin zu Sexualdelikten! Die Polizistin (Thorsten auch) wurde schlagartig etwas nervoeser und etwas ratlos. Sollte sie ihm handschellen anlegen oder auf ihren kollegen warten, der noch etwa zehn Minuten entfernt war. Gegen Thorstens Raten enschied sie sich fuer erstere Variante. Wieder fiel ihm ein Stein vom Herzen, als der Kerl endlich in Handschellen war. Als ihr Kollege eintraf, konnte sie Thorstens endlich zurueck bringen. Was ne Fahrt! "Einfach nicht ganz unser Tag!"' wie Thorsten in Ti Tree angekommen feststellte, was die Polizistin
sichtlich amuesierte. Sie luden alle Sachen beim Campingplatz neben der Tankstelle ab und danach gings zu Jasmin, die sich vom ersten Schock ganz gut erholt hatte. Die Krankenschwestern hatten sich auch sehr herzlich um sie gekuemmert! Sie boten uns sogar das zur Zeit leer stehende Aerztehaus an, was wir natuerlich dankend annahmen. Wir hatten uns schon auf eine Nacht im Freien eingestellt, weil wir ja auch kein Zelt besassen. Noch am Abend schmiedeten wir ein paar Plaene wies weitergehen soll. Zu diesen Plaenen gehoerte, dass wir am naechsten Tag vor der Tankstelle einen kleinen Flohmarkt mit all unserer Campingausruestung veranstalteten (wir hatten uns naemlich fuer eine Weiterreise mit dem Bus entschieden). Den Grossteil unserer Sachen wurden wir sogar los, auch wenn sehr guenstig (besser als gar nichts!). Viele Leute fragten uns, warum wir dort stehen wuerden und zeigten sich ob unseres Schicksals sehr betroffen, sprachen uns aber viel Mut zu. Das tat gut! Zudem kuemmerten sich auch die Angestellten der Tankstelle und des Pubs wirklich ruehrend um uns. Sie brachten uns Kaffee, Pommes, bekochten uns abends und luden uns zum Bier ein. Das erleichterte wirklich so einiges! An dieser Stelle nochmal Danke an alle Leute aus Ti Tree (sogar mit den Aboriginies konnte man sich nett unterhalten und einige kauften uns sogar ein paar Dinge ab)! Selbst unseren Will konnten wir noch fuer 100Dollar an den mann bringen. Jemand wollte die Ersatzteile verwerten. So blieb ihm das Schicksal vieler im Outback geendeten Autos erspart, die einfach an Ort und Stelle im Busch stehen gelassen werden. Abschleppen lassen ist halt teuer! Genau aus diesem Grund hatten wir auch der Polizistin, die sagte sie wuerde nochmal zur Unfallstelle fahren, einen Schraubenzieher mitgegeben, um unser Nummernschild abzuschrauben, was sie auch gerne machen wollte (echt verrueckt oder? Mit dem stehen lassen war sogar ihr Vorschlag!;-) Naja, die Uhren im Outback ticken halt etwas anders... Das Nummernschild werden wir als Andenken mit nach Hause bringen. Nach einer weiteren Nacht in Ti Tree (fuer die Hausnutzung hinterliessen wir eine kleine Spende und ein paar aussortierte Klamotten), bemuehten wir uns am naechsten Tag um einen Lift nach Tennant Creek. Dort hatten wir fuer abends den "Greyhound" gebucht (Australiens groesste Busgesellschaft). Nach etwa eineinhalb Stunden wurden wir auch fuendig. Ein junger Australier nahm uns die 300km mit seinem Gelaendewagen mit - sogar ohne etwas dafuer haben zu wollen! Um zehn kam dann unser Bus, mit dem wir 27 Stunden non-stop (!) die etwa 2000km bis nach Cairns fuhren (na gut, mussten zweimal umsteigen und hatten zwei wietere kurze Pausen). Die Busse sind aber recht bequem, so dass wir etwas schlafen konnten. Ist auch mal entspannend, sich einfach durch die Gegend fahren zu lassen. Vor allem weil es auf diesen 2000km nicht wirklich was zu sehen gab! So kamen wir planmaessig Samstag Nacht in Cairns an. Dort uebernachteten wir im Fernsehraum eines Hostels, weil wir vorher keine Unterkunft gebucht hatten und alle Rezeptionen bereits geschlossen hatten bzw. ausgebucht waren (jemand hatte uns netter Weise reingeschleust - Backpacker halten halt zusammen!). In dem Hostel buchten wir uns dann auch fuer die naechsten zwei Naechte ein, bevor wir (weil billiger) Montag das Hostel wechselten. Nun richtig ins Backpackerleben eingetaucht liessen wir uns dort auch dazu ueberreden, abends am "Mad Monday" teilzunehmen. Motto war "Pyjama- Party". Wir besuchten zusammen mehrere Clubs und wer sich die Bilder angeschaut hat weiss dass das ein lustiger Abend war und man hatte Gelegenheit viele neue Leute (darunter auch viele Deutsche) kennenlernen. Ueber Cairns koennen wir sonst sagen, dass es eine sehr sympathische, schoene Stadt ist, direkt am Meer und umgeben von mit Regenwald bewachsenen Huegeln, zudem eine absolute "Backpacker- Hochburg". Die naechsten zwei Tage unternehmen wir von hier aus wir einen Ausflug zum weiter noerdlich gelegenen "Cape Tribulation", dort wo der Regenwald auf das Meer trifft. Zu diesem Zweck haben wir ein Auto gemietet, weil wir keine Lust hatten eine der angebotenen Touren mitzumachen. Jedoch nicht allein, sondern mit zwei anderen Deutschen, weil wir das Glueck hatten hier in Cairns einen Bekannten aus Emden (genauer aus Pewsum), der ein Semster unter Thorsten Sozialmanagement studiert hat (so klein ist die Welt!) und seinen Freund (den er hier kennengelernt hat und der aus Koeln kommt) zu treffen. So kann man sich die Kosten teilen. Sind schon gespannt wie das wird. Ansonsten bleiben wir noch bis Montag in Cairns. Haben fuer die Fahrt runter bis nach Sydney einen Bus- Pass gekauft, mit dem wir so viel ein- und aussteigen koennen wie wir wollen. Zudem haben wir im Reisebuero eine Paket gebucht, in dem bis zum 1. Juli (ab dann muessen wir wieder in Sydney sein, weil wir dort fuer die verbleibenden zwei Wochen ein Hostel vorgebucht haben - wollten ja unseren Will verkaufen...) alle Highlights an der Ostkuste inklusive Hostel- Uebernachtungen enthalten sind. Nun lernen wir auch nochmal diese Art des Reisens kennen. Hatten urspruenglich ja sogar mal vor immer so zu reisen! Geniessen auf jeden Fall die restliche Zeit und verbuchen alles andere
unter "Erfahrungen". So sollte man es wie wir glauben generell im Leben halten... Mit dieser Weisheit soll dieser Bericht auch enden (ist doch n netter Abschluss oder?;-)
Das naechste Mal werden wir uns wohl aus Sydney melden und ueber unsere Erlebnisse an der Ostkueste berichten.
Bleibt alle gesund und munter!
#Schmatzer#
Jassimino und Thorsti | | | |
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19.04. - 18.05.08
Jasmin und Thorsten am 17.05.2008 um 07:18 (UTC) | | | Hey Leude!
Nein, wir sind nicht dem Backpackermoerder in die Haende gefallen und wurden auch nicht Opfer einer Krokodilattacke...;-)
Wir waren die letzten vier Wochen einfach sehr "busy" und zum Teil in Gegenden unterwegs, wo die Leute Internet wahrscheinlich nur vom hoeren, sagen kennen!?
Gestern haben wir nach rund 6000km Fahrt Darwin ganz oben im Norden Australiens erreicht (abgesehen von Broome und Katherine der ersten Stadt seit Perth von einer gewissen Groesse und gleichzeitig der Hauptstadt des Northern Territory). Die Stadt ist ganz nett, auch wenns hier nicht uebermaessig viel zu sehen gibt und das Wetter ist recht tropisch. Also nicht zu viel bewegen ist die Devise!
Unser Will hat bereits neue Hinterreifen sowie einen Service bekommen. Bis auf ein paar Verschleisserscheinungen (Bremsbelege...) und typische Fordkrankheiten (Oelleck und der Kilometerzaehler ist stehen geblieben - eigentlich ja ganz gut;-) ist er tip top in Schuss. Wir sind sooo stolz!
Zudem hat Thorsten (Wunder geschehen!) endlich seine neue Brille. Aber da das ja irgendwie auch zu einfach waer ist der Rahmen verkratzt und im Glas ist ein kleiner Sprung, so dass wir ihn in Alice Springs nochmal umtauschen muessen. Eine endlose Odyssee...
Ansonsten wollen wir - natuerlich nachdem wir unsere Homepage komplett auf den neuesten Stand gebracht haben - morgen Abend noch auf einen schoenen (hoffen wir zumindest!) Markt am Strand, bevor es dann Montag in aller Fruehe fuer 2-3 Tage in den Kakadu Nationalpark und anschliessend ins tiefste Outback zum "sagenumwobenden" Uluru, dem Wahrzeichen Australiens geht. Von dort aus visieren wir die Ostkueste an mit Sydney als dem Ende unseres Roadtrips vor Augen. Ihr seht, der Plan steht! So, das wars dann schon wieder. Wie immer kurz und knapp! Bis zum naechsten Mal!
Ganz liebe... Ach Quatsch! Muessen Euch ja noch von unseren ganzen Erlebnissen erzaehlen...
Also wo fangen wir an? Am besten am Anfang. Vielleicht noch vorweg: Mit unserem Lift (Clemi und Maggi) hat alles soweit ganz gut geklappt. Trotz einiger kleiner Meinungsverschiedenheiten (wahrscheinlich normal auf so engem Raum!?) haben wir uns nie gepruegelt und viel gemeinsam erlebt! ;-) Zudem hat Maggi uns hungrige Meute (ja, Reisen macht hungrig!) immer gut bekocht und ueber Clemi konnten wir uns das ein oder andere Mal herrlich amuesieren, wenn er mal wieder seine Wasserflasche oder anderes Zeugs auf dem Autodach vergessen hatte. Ab nu gehts wieder alleine weiter!
So, jetzt aber wirklich los...
Nachdem wir in Perth das Problem mit dem Verstauen aller Gepaeckstuecke geloest und uns von Hannah und Steffen verabschiedet hatten (man sieht sich wohl erst in Deutschland wieder, weil die beiden zwei Wochen spaeter aus Perth abgefahren sind - ganz liebe Gruesse von dieser Stelle!), konnte es losgehen! Noch am Abend hatten wir das erste Fotomotiv vor der Linse: die Pinnacles in der "Pinnacle Desert" (="Wueste"). Schon skurile Dinger!
Es war bereits dunkel bevor wir unseren Schlafplatz ereichten. Obwohl auf der Restarea eigentlich campen verboten war, trafen wir einige Gleichgesinnte und durften uns zu ihnen ans Lagerfeuer setzen. Allgemein haben wir auf vielen schoenen Restareas uebernachtet, die es in regelmaessigen Abstaenden (teilweise sogar mit Toiletten, Trinkwasser und Stellen fuer ein nettes Feuerchen ausgestattet)am Highway gab. Und wenn nicht haben wir halt mal "wildcampen" eingelegt. Einfach vom Highway ab irgendwo auf einem Feldweg
und moeglichst weit rein...:-)
Da wars natuerlich ein Vorteil, dass wir zu viert waren. Man hat einfach ein sichereres Gefuehl. Die letzte gemeinsame Uebernachtung war auch gleichzeitig der " strangeste" Schlafplatz: auf einer alten Landebahn aus dem zweiten Weltkrieg, wo kurz nach unserer Ankunft sogar ein Hobbyflieger zwischenlandete...:-)
Vielleicht auch ganz interessant: ins Bett gings haeufig schon gegen acht, neun Uhr weil bereits gegen sechs das Tageslicht erloschen war. Dafuer sind wir halt immer mit den ersten Sonnenstrahlen aufgestanden.
So, weiter im Text...
Der naechste Tag war gleichzeitig Maggis 20. Geburtstag. Bis auf etwas Regen und viel Auto fahren konnten wir ihr jedoch nicht viel bieten. Erst am naechsten Tag gabs wieder etwas schoenes zu bestaunen: die Klippen und Schluchten im Kalbarri Nationalpark. Bis auf die unglaublich nervigen Fliegen dort (und auch anderswo - Richtung Norden wurds aber besser, dafuer gibts hier mehr Mosquitos:-) echt toll! Konnten sogar eine Gruppe kleiner Delphine die Kueste entlang schwimmen sehen! Am darauffolgenden Tag stand vormittags erstmal etwas " Bildung" auf dem Programm. Wir schauten uns im Wasser stehende Stromatholiten, ohne die wir heute kaum Sauerstoff zum Atmen haetten! Ja, ja interessant! Dieses neu gewonnene Wissen mussten wir am Nachmittag erstmal am "Shell-Beach" sacken lassen."Shell-Beach" heisst soviel wie "Muschelstrand" und tatsaechlich gabs dort anstatt Sand nur... richtig, Muscheln! Zusammen mit dem tuerkisfarbenden Wasser und nur ein paar wenigen anderen Menschen echt herrlich! Insgesamt waren die Touristenspots an der Westkueste laengst nicht so ueberlaufen wie teilweise zuvor. Und viele Reisende traf man alle zwei bis drei Tage wieder. Liegt aber sicher auch an der auf die Groesse bezogenden duennen Besiedlung Western Australias mit Streckenabschnitten, an denen es schon mal vorkommen konnte, dass man fuer hunderte Kilometer kein Haus oder sonstige Anzeichen von Zivilisation sieht (hoechstens ein paar Kuehe auf der Fahrbahn...). Echt unvorstellbar wenn man in deutschen Dimensionen denkt! Vielleicht kann man so etwas besser verstehen, warum uns einige Australier gefragt haben, ob wir Deutschen alle in Hochhaeusern leben:-)
Weiter ging es nach Denham, der westlichsten Stadt Australiens. Dort verbrachten wir den Tag an einer kleinen Lagune (echt schoen!) und starteten tagsdarauf zu der eigentlichen Attraktion dieser Region nach "Monkey Mia". Was diesen Ort so beliebt macht sind die (wilden) Delphinen, die hier morgens gefuettert werden (deshalb das "wild" in Klammern. Abgesehen von der Tatsache, dass wir aus eigener Daemlichkeit diese Fuetterung verpasst haben (haben noch in aller Ruhe gefruehstuckt, weil wir dachten, dass spaeter auch noch eine Fuetterung stattfindet), fanden wir die Gegend dort zwar ganz schoen und auch so haben wir ein paar Delphine am Strand gesehen, jedoch war uns das Ganze einen, vielleicht auch zwei Ticken zu touristisch. Man muss halt selber da gewesen sein, um sich ein Urteil bilden zu koennen. Ueber Carnavaron gings dann nach Coral Bay. Dort beginnt der Ningaloo Reef Marinepark, der sich die Kueste hoch bis nach Exmouth erstreckt. Der Grossteil dieses Reefs wird durch den Cape Range Nationalpark geschuetzt. Dort (und zuvor in Coral Bay) verbrachten wir die naechsten Tage mit schnorcheln. Und auch wenn dieses Reef nicht einen solchen Bekanntheitsgrad wie das Great Barrier Reef hat, steht es ihm, wie wir glauben, in nichts nach (den Vergleich werden wir noch ziehen koennen). Zudem hat es den Vorteil, dass man direkt vom Strand aus nur etwa 100 Meter rausschwimmen muss und ploetzlich taucht das Reef vor einem auf. Man muss also nicht erst eine Stunde mit dem Boot rausfahren, um etwas zu sehen. Auf alle Faelle ist dieser Kuestenabschnitt ein wunderschoener Flecken Erde und mit eines der absoluten Highlights!!! Weisse Sandstraende, tuerkisfarbendes Wasser und eine sensationelle Unterwasserwelt! An der Turquoise Bay konnte man sich sogar von einer Stroemung direkt ueber das Riff treiben lassen, musste jedoch aufpassen, an der Sandbank wieder auszusteigen. Die Stroemung war naemlich teilweise ziemlich stark und haette einen aufs offene Meer ziehen koennnen. Genau das ist anscheinend vor einigen Tagen dort passiert, wie Hannah und Steffen uns am Telefon berichteten. Gluecklicherweise konnten die zwei Schwimmer von einem zufaellig vorbeikommenden Tourboot gerettet werden. Leider koennen wir euch keine Bilder von unseren Schnorchelerlebnissen praesentieren (haben uns echt geaergert, keine Huelle fuer unsere Kamera bzw. eine Unterwasserkamera gekauft zu haben), aber wenn man einen kleinen Eindruck davon bekommen moechte einfach "Findet Nemo" anschauen! Fische in allen Formen, Groessen und Farben. Clownfische, die sich in Seeanemonen verstecken und vorsichtig mal rausluken, Tintenfische, riesige Stachelrochen (bis zu 6 Metern!), drollige Wasserschildkroeten und sogar (ungefaehrliche) Riffhaie. Man kommt sich vor, als wenn man gerade durch deren kleinen Stadt schwimmt. Ihr merkt schon, wir kommen gleich wieder ins schwaermen...:-)
Mit so einem Highlight im Hinterkopf ist es natuerlich schwer, sich gleich wieder fuer etwas anderes begeistern zu koennen. Da kam der Karijini Nationalpark genau richtig! Der ist naemlich auch wunderschoen mit gigantischen Schluchten, fantastischen Badestellen (wie kleine Oasen) und der einen oder anderen Kletterpartie. Wir glauben die Bilder sprechen fuer sich. Achja, fast vergessen. Auf der Fahrt dorthin hatten wir noch ein lustiges Erlebnis: kurz vor Tom Price verpassten wir (unwissentlich natuerlich) eine Abfahrt und folgten zwei Autos im Glauben nach Tom Price zu fahren. Als jedoch nach einigen Kilometern eine Schranke sowie ein Besucherparkplatz auftauchte, kam uns das ganze schon etwas komisch vor. Jedoch folgten wir unbeirrt dem Fahrzeug vor uns und die Schranke oeffnete sich auch problemlos beim heranfahren. Das alles erinnerte aber laengst schon nicht mehr an eine oeffentliche Strasse, so dass wir anhielten und Thorsten jemanden nach dem Weg fragte. Dieser jemand staunte nicht schlecht, als er erfuhr, dass wir nach Tom Price wollten. Wir befanden uns naemlich mitten auf einem Mienengelaende. Das erklaerte auch die riesigen Radlader:-). Der Mann brachte uns schleunigst wieder zum Ausgang und verabschiedete uns mit einem Grinsen...
Unser naechster Halt war der "Eighty Mile Beach". Ein eigentlich ganz schoener Strand, jedoch war das Wasser nicht sehr klar (das sind wir besser gewoehnt!) und ein Ranger vermieste die Badelust durch die Warnung vor Krokodilen, Haien, Stachelrochen, Seeschlangen und anderem gefaehrlichen Getier.
Tags darauf trudelten wir in Broome ein. Vor allem der Sonnenuntergang am beruehmten "Cable Beach" war wunderschoen, wenn auch bis aufs letzte vermarktet (von rechts trabte eine Karavane berittener Kamele heran, auf dem Meer segelte eine Yacht durchs Panorama und in der Luft drehte ein Flugzeug seine Runden - "Scenic Flight" nennt man soetwas :-).
Von Broome aus gings durch die wilden Kimberleys nach Kununurra, kurz vor der Grenze zum Northern Territory. Unterwgs gab es uns lediglich eine schoene Schlucht ("Geiki Gorge"), einen Lookout, eine Grotte und die fuer diese Gegend typischen Flaschenbaeume ("Boab Tree")zu sehen. Denn obwohl dieses Gebiet einiges zu bieten hat, ist der Grossteil nur mit einem Gelaendewagen ereichbar. Und auch wenn wir unserem Will viel zu trauen, wollten wir ihm das nun wirklich nicht antuen! In Kununurra schauten wir uns den winzigen Mirima Nationalpark an bevor es ueber die Grenze ging. Kurz nach der Grenze zum Northern Territory hatten wir uns im Keep River NP eine Wanderung ausgeguckt. Dort angekommen (nach 15 km Schotterstrasse - die koennen so lang sein!) machte uns jedoch der Ranger einen Strich durch die Rechnung. Nach einer kurzen Mittagspause hatten wir uns naemlich gerade auf den Weg gemacht, als er uns zurueckholte und erzaehlte, dass ein unkontrolliertes Buschfeuer (kontrollierte Buschfeuer als Praeventionsmassnahme sieht man am laufenden Bande - also von Rangern selbst gelegte Braende) durch den Wind genau in unsere Richtung unterwegs sei und schon in 20 Minuten da sein koennte. Sie muessten deshalb ein Gegenfeuer legen. Echt schade, die Gegend war naemlich wunderschoen! Um diesen Bewegungsmangel wieder auszugleichen, machten wir gleich am naechsten Vormittag eine tolle Wanderung im Gregory Nationalpark, durch einen Wald aus Palmen direkt an Felswaenden vorbei. Spaeter unternahmen Clemi und Thorsten noch einensteilen Aufstieg zu einem Aussichtspunkt, die Maedels hatten keine Lust und relaxten lieber im Schatten. Typisch! ;-)
Am naechsten Tag erreichten wir Katherine und machten uns auf in den Katherine Gorge Nationalpark. Thomas und Silke hatten uns noch in Sydney empfohlen dort ein Kanu zu mieten. Diesen Rat folgten wir und paddelten den nachmittag ueber durch die Schlucht. Rast konnte man unterwegs an kleinen Sandstraenden machen. Das war echt herrlich! Highlight war ein etwa 1,5 Meter langes Frischwasserkrokodil, das sich auf einem Baumstamm sonnte! Diese "Freshies" sind aber in der Regel ungefaehrlich fuer Menschen (wie uns ein Ranger spaeter sagte, dem wir das Bild zeigten, sei das Krokodil schon etwa 20-30 Jahre alt). In acht nehmen sollte man sich eher vor den Salzwasserkrokodilen ("Salties")! Nach soviel Action hatten wir uns am folgenden Tag mal wieder etwas Entspannung verdient. ;-)
Zu diesem Zweck fuhren wir zu den Douglas Hot Springs. Das sind natuerliche heisse Quellen, die eine Temperatur von 40-60 Grad erreichen. Wir zogen deshalb die Stellen vor, an denen sich das Wasser mit dem kalten Wasser des Katherine River vermischt hatte. Man hatte das Gefuehl, in eine heissen Badewanne zu steigen. Echt herrlich! Abgerundet durch ein feines Kieselsteinpeeling das ultimative Wellnessprogramm...
Auch wenn ihr es vielleicht nicht wahrhaben moechtet, wars das fast schon wieder. Den letzten "Perth - Darwin - Triptag" (was'ne Wortkreation!) verbrachten wir im Litchfield Nationalpark. Dort sind Wasserfaelle die absoluten Highlights und die dazugehoerigen Wasserloecher. Echt 'ne wunderbare Erfrischung!
Denn auch wenn mittlerweile hier im Norden die Trockenzeit angebrochen ist mit angenehmen Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad, merkt man noch immer deutlich den tropischen Einfluss und die hohe Luftfeuchtigkeit.
Ja, nun ist es passiert - ENDE!
Das naechste Mal melden wir uns wieder von der Ostkueste, voraussichtlich schon Anfang Juni, also gar nicht mehr so lange hin!
Bleibt bis dahin alle anstaendig, wir sinds auch!!!
Dicken Knutscher | | | |
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25.03. - 18.04.08
Jasmin und Thorsten am 18.04.2008 um 13:57 (UTC) | | | Seid gegruesst ihr Lieben...
Eins gleich vorweg: Dieser Bericht wird kein Roman, sondern eher eine Kurzgeschichte...Zum einen sind wir muede, zum anderen halten sich die Neuigkeiten in Grenzen(vieles davon hat Jasmin ja schon ins Gaestebuch geschrieben). Morgen gehts also wieder weiter. Das Ziel diesmal ist Darwin ganz oben im Norden von Australien (Entfernung ca. 3500km). Dazwischen liegt die riesige, groesstenteils menschenleere und hoffentlich wunderschoene Westkueste. Diese Erfahrungen werden wir zum ersten Mal nicht nur mit unserem Will teilen, sondern auch mit unserem "Lift" Margaretha und Clemens. Margaretha ist 19 Jahre, wird aber Montag suesse 20 und kommt aus Berlin und der Clemens ist 26 Jahre alt und kommt gebuertig aus Freibung, wohnt aber nun in Hamburg. Wo wir sie kennengelernt haben und warum wir nun doch fremde Leute mitnehmen, hat Jasmin ja schon im Gaestebuchbericht geschildert. Wir sind schon sehr gespannt wie das wird und freuen uns riesig nach vier Wochen Perth wieder der Stadt, dem Hostel, den Backpackermassen und nicht zuletzt der Arbeit entfliehen zu koennen. Trotzdem hatten wir hier eine gute Zeit. Jasmin kennt nun alle Variationen von "Pies" und Thorsten ist mittlerweile Experte in so anspruchsvollen Disziplinen wie Schaufeln, Fegen, Harken, Container entladen oder Pflastersteine von A nach B schleppen. Und auch wenn viele der Arbeitskollegen sagen wir mal "antischlau" waren, so waren sie doch fast alle sehr nett. Z.B. konnte Thorsten als wir noch kein Hostel hatten bei einem seiner Kollegen immer nach der Arbeit duschen und ein anderer Kollege baute uns umsonst neue Bremsbelege ein. Zudem stimmte die Bezahlung (etwa 10 Euro pro Stunde), die wir sogar diesmal erhalten haben (ja, das Geld vom Anthony laesst immernoch auf sich warten bzw. kann komplett abgeschrieben werden!). Sonst bleibt noch zu erwaehnen, dass Thorsten seine neue Brille wohl erst in 4 Wochen in Darwin bekommt, weil es der Optiker hier in Perth innerhalb von 4 (!) Wochen nicht hinbekommen hat, dieselbige anfertigen zu lassen. Wenigstens konnten wir erreichen, dass er die Brille umsonst bekommt - als kleine Entschaedigung - auch nicht schlecht!;-) Es wird auch so gehen.
Na ja, wie gesagt ihr Lieben , in der Kuerze liegt die Wuerze... Wann wir das naechste Mal aktualisieren werden, vermoegen wir beide nicht vorherzusagen, aber ein kurzes Lebenszeichen im Gaestebuch wird sicherlich drin sein! Auf jeden Fall wirds dann wieder mehr zu berichten geben...
Dicken Kuss an alle!
Jasmini und Thorsten | | | |
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13.03. - 30.03.08
Jasmin und Thorsten am 30.03.2008 um 06:29 (UTC) | | | Ein herzliches Hallo an alle , die sich fuer unsere Erlebnisse zu interessieren scheinen!
Wir melden uns diesmal aus ...... Perth! Fuer alle die haeufiger mal ins Gaestebuch schauen duerfte das keine grosse Ueberraschung sein, aber so gelingt uns wenigstens eine gute Ueberleitung zum letzten Bericht. Denn entsprechend sind wir bei der Jobsuche in Adelaide nicht mehr fuendig geworden und haben uns wieder auf den Weg gemacht, diesmal ein ganz schoenes Stueck (ca. 3.500km!!!). Um dafuer geruestet zu sein, hatten wir unseren Will gerade zum Mechaniker gegeben. Neben dem ueblichen Service (Oelwechsel etc.) wurden schon so einige Sachen festgestellt (altes Auto halt), von denen wir jedoch nur das Wichtigste machen liessen (inkl. zwei neuer Vorderreifen). Wir koennen es vorweg nehmen - das Auto lief wunderbar!
Unser erster Streckenabschnitt fuehrte uns durch die "Nulllabor - Ebene", was uebersetzt so viel heisst wie "kein Baum - Ebene". Auf dieser Fahrt wurde uns das esret Mal so richtig die Groesse dieses faszinierenden Landes bewusst. Wir verbrachten die ersten drei Tage abgesehen von kuerzeren Pausen mit (na wer kann es erraten?) Auto fahren... Denn es gab so ziemlich nichts fuer das es sich gelohnt haette anzuhalten. Nur endlose Weite soweit das Auge blicken kann. Teilweise gabs (daher auch der Name;-) ueber hunderte Kilometer nichtmal einen Baum, nur Straeucher und verbrannte Erde. Die Ortschaften unterwegs(wenn man sie so nennen kann) bestanden groessten Teils aus einer Tankstelle und zaehlten nicht mehr als sieben Einwohner! Die Benzinpreise lagen vereinzelt fast 40Cent ueber normal! Ein Teil des Highways durfte sich "Australiens laengste geradeaus - Strecke" nennen mit satten 146km ohne Kurve! Etwas Abwechslung boten lediglich ueberfahrene Kaengurus, ueber die sich riesige Adler hermachten oder entgegenkommende Fahrzeuge, die es zu gruessen galt. Einige Ortschaften hatten einen besonders hohen Anteil an Aboriginies (den Ureinwohnern Australiens), vor denen uns Gary jedoch gewarnt hatte, da sie (haeufig alkoholisiert) Probleme machten. Das sollte sich als nicht ganz unwahr herausstellen... Als wir naemlich nach einem kurzen Mittagsschlaefchen aufwachten, stand ploetzlich einer wenige Meter von unserem Auto entfernt. Er fing an irgendwas zu erzaehlen (von dem wir jedoch nahezu nichts verstanden)und kam naeher. Als er dann durchs offene Fenster Thorsten kurz am Kragen packte, fanden wir es waere an der Zeit weiter zu fahren... In der Umgebung wimmelte es naemlich mittlerweile von denen. Als wir dann noch wenig spaeter einen Campingplatz sahen, der komplett mit hohen Zauenen und Stacheldraht umgeben war, wussten wir endgueltig Bescheid;-). Irgendwie haben wir das Gefuehl, dass die Aboriginies nicht ganz grundlos angesiedelt wurden, wo sonst eigentlich keiner leben will...
Schliessluich erreichten wir nach drei "aufregenden" Tagen (an denen wir echt Glueck mit dem Wetter hatten, denn es war bis auf den ersten Tag ungewoehnlich frisch fuer diese Gegend!) Esperance und somit die Suedwestkueste Australiens. Die Freude darueber wurde jedoch ein wenig getruebt, als Thorsten am Abend geschickt wie er ist auf seine Brille trat und sowohl ein Buegel als auch ein Glas das Opfer waren. Zum Glueck hatte die Augenaerztin in Adelaide gesagt, dass eigentlich alles wieder in Ordnung sei, die Kontaktlinsen jedoch als reine Vorsichtsmassnehme noch vier Wochen draussen bleiben sollten (eigentlich sei es sogar besser sie bis zur Abreise ganz draussen zu lassen wegen dem anderen Klima etc.). So konnte er sich erstmal bis Perth helfen, wo wir eine neue aussuchen wollten. Den naechsten Vormittag verbrachten wir am wunderschoenen "Twilight Beach". Vor allem das tuerkisfarbene Wasser (nicht nur an diesem Strand) ist echt genial! Noch am gleichen Abend gings weiter Richtung Albany, wo wir Tags darauf am spaeten Nachmittag eintrudelten. Dort trafen wir einen tag spaeter auch wieder auf Steffen und Hannah, die eine etwas laengere Route gewaehlt hatten. Den Abend widmeten wir seit langem mal wieder dem Angeln, konnten jedoch nur einen kleinen Fisch an Land ziehen (dafuer aber einen "King Whiting", einen der besten Speisefische Australiens). Fuer etwas Unterhaltung sorgte ein grosser (und hungriger!) Pelikan. Trotz toller Straende in der naeheren Umgebung gings aufgrund des bescheidenen Wetters (und keiner Aussicht auf Besserung) am naechsten Tag weiter zum Giants Valley mit riesigen Baeumen, die jedoch nicht an die in Tasmanien heranreichen konnten (man wird halt waehlerischer;-) und anschliessend nach Pemberton, wo Steffen und Thorsten in einem nahe gelegenen Waldgebiet einen etwa 70m hohen Kletterbaum bestiegen. Dieser diente urspruenglich der Sichtung von Buschfeuern, da man von dort oben einen echt tollen Ausblick hat! Rastlos wie wir sind erreichten wir am Abend Margret River. Diese Region ist vor allem Weinliebhabern und Freunden guter Kueche ein Begriff. Uebernachten konnten wir schoen am Strand und den surfern ein bisschen beim Wellen reiten zuschauen (zudem sind die Sonnenuntergaenge an der Westkueste echt der Hammer!). Nachdem wir am Morgen in einer Fudge - Fabrik (cemige Schokolade) umsonst ein wenig (na gut - ein wenig wars nicht gerade;-) geschlemmt hatten, relaxten wir den Rest des Tages ein paar Ortschaften am Strand und weihten endlich mal unsere Schnorchelausruestung ein, die wir uns schon zu Beginn unserer Reise zugelegt hatten. Viel zu sehen gabs jedoch nicht. Die richtig tollen Schnorchel- Spots kommen noch! Am Abend fuhren wir noch ein Stueckchen weiter nach Bunbury, wo wir uns koestliche Pfannkuchen zauberten und einen Verdauungsspaziergang ueber den laengsten Steg der suedlichen Haemisphaere (etwa 1,8km) machten. Dabei erspaehten wir sogar einen Delphin, der im Mondschein seine Bahnen durchs Wasser zog! Letztlich erreichten wir vorletzten Freitag Fremantle, einem Stadtteil von Perth mit vielen Restaurants und Cafes. Dort klapperten wir genau wie am Tag darauf in Perths City die Hostels ab, um einen Ueberblick ueber Preise und Uebernachtungsmoeglichkeiten zu bekommen (fuer den Fall dass wir Arbeit finden) und die schwarzen Bretter nach Jobs abzusuchen. Dabei wurde schnell deutlich, dass Perth zur Zeit gnadenlos ausgebucht ist, jedoch sprangen einige Jobtelefonnummern dabei heraus. Da der Montag noch Feiertag war, hatten wir Zeit fuer Thorsten nach einer Brille zu gucken (direkt in der City haben die Geschaefte wirklich fast immer geoeffnet!). Gleich im ersten Geschaeft wurden wir fuendig - mit 90Euro sogar sehr billig. Abholen koennen wir sie Ende naechster Woche. Den Dienstag widmeten wir (vor allem Steffen und Thorsten) ganz der Jobsuchen. Den ganzen Morgen wurde telefoniert (hauptsaechlich mit Zeitarbeitvermittlungen) und Interviewtermine fuer den naechsten tag abgemacht. Eine Agentur sagte jedoch wir sollten sofort vorbeikommen. Gesagt, getan. Keine Stunde spaeter hatten Steffen und Thorsten einen Job als Pflasterer in der Tasche, bei dem sie gleich am naechsten Morgen anfangen konnten (sogar mit relativ guter Bezahlung!). Genau so hatten wir uns das vorgestellt! Die Arbeit ist natuerlich nicht gerade reines Vergnuegen, aber fuer ein paar Wochen ist das schon ok. Immerhin sind die Kollegen ganz nett (wenn auch etwas primitiv;-) und der Chef haelt zum Feierabend immer ein paar eiskalte Bier (freitags sogar Pizza) bereit... Im Moment sind wir wie Jasmin schon geschrieben hat leider ohne Hostel, doch wir hoffen, dass sich das morgen aendert.
Achja, wir wissen grad gar nicht ob wir das schon erwaehnt haben, aber unser Geld fuers Fruit Picking (bzw. fuer vier der sechs Tage) hat dieser sch... Anthony noch immer nicht ueberwiesen. Auch wenn wir die Hoffnung schon langsam aufgegeben haben bleiben wir natuerlich am Ball...
Ansonsten schliesst hiermit erstmal wieder die Akte "wir-sind-dann-mal-weg", Jasmin wird die Tage aber sicher noch das ein oder andere ins Gaestebuch schreiben;-)
Ganz liebe Gruesse
Die Jassi und das Toast (oder wie meine Kollegen mich nennen "Backpacker-Tony";-) | | | |
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Falls Euch etwas nicht gefaellt oder etwas besonders gut dann schreibts ruhig! Entweder ins Gaestebuch oder per Mail. Auch ueber sonstige Eintraege/ Nachrichten freun wir uns immer!
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